Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Allersberg
| Baubeginn April 1997 |
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Einweihung Mai 1999 |
| Standort | Baubeschreibung | Außenansichten | Werkstätten |
| Fahrzeughalle | Schlauchpflege | Einsatzzentrale | Verwaltungstrakt |
Im Juli 1991 beschloss der Marktrat ein neues Feuerwehrgerätehaus zu errichten, wobei unterschiedliche Standorte und Möglichkeiten diskutiert wurden.
Untersuchungen ergaben am alten Standort in der Ortsmitte sehr bald Probleme mit dem Raumprogramm und der Grundstückssituation, sowie mit den angrenzenden Nachbarn. An anderen eventuell in Frage kommenden Flächen erhebliche Schwierigkeiten mit dem Boden und den Naturschutzbehörden.
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Letztendlich ergab sich am nordöstlichen Ortsrand an der Neumarkterstraße ein ausreichend großes Grundstück weil ein Gewerbegebiet erweitert wurde.
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Das Entwurfskonzept wurde von verschiedenen Faktoren im Zusammenhang mit dem Grundstück bestimmt. Neben einem stark ansteigenden Gelände von Norden nach Süden soll neben dem Feuerwehrhaus zu einem späteren Zeitpunkt der markteigene Bauhof mit integriert werden. Hinzu kam die Vorgabe, die Rettungsdienste (Feuerwehr und BRK) zu zentralisieren.
Bei der Gebäudeplanung dienten die Raumprogrammempfehlungen der Regierung von Mittelfranken als Richtschnur, bei mehreren Gesprächen mit Feuerwehrvertretern verschiedener Ebenen wurden Raumeinteilung und Raumzuordnungen abgesprochen.
Die Planung gliedert die Gesamtanlage in einen Zweckbau mit Fahrzeughalle, Geräteräumen, Schlauchpflege und Turm. Angebaut ist ein Kopfbau mit Unterkellerung für Verwaltung, Unterricht, WC´s und Aufenthaltsbereiche für die Feuerwehr. Getrennt von dem Gerätehaus wurde eine Waschhalle mit Durchfahrtsmöglichkeit und Außenwaschplatz für Mehrfachnutzung durch Feuerwehr, BRK und für den späteren Bauhof geplant. Angegliedert ist die Technikzentrale mit einem festinstallierten, gasbetriebenen Dampfstrahlgerät. Diesem Funktionsbereich zugeordnet wurde die Unterkunft für das BRK mit Garagen.
Das Gewerbegebiet verlangte keine städtebauliche Einordnung. Trotzdem wurde versucht, die ansehnlichen Fassaden von Feuerwehr- und BRK-Unterkunft der Staatsstraße zuzuordnen. Eine zusätzliche Ausfahrt auf die Staatsstraße wurde vom Straßenbauamt Nürnberg genehmigt.
Die Konstruktion des Feuerwehrgerätehauses besteht aus Stahlbetonwänden (Fertigteile/Ortbeton) und Stahlbetonstützen mit außenseitiger, gedämmter Metallverkleidung.
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Nutzfläche Feuerwehrgerätehaus: 1160.00 qm Umbauter Raum: 5505.00 cbm Nutzfläche Waschhalle und BRK: 287 qm Umbauter Raum: 1560.00 cbm Gesamtkosten: 5 Millionen DM |
Die Schlauchpflege, der Kopfbau und der Turmsockel wurden in Sichtbeton erstellt. Der Turm über dem Sockel erhielt ein Stahlgerippe mit außenseitiger Wellblechverkleidung und Verglasung. Die Waschhalle ist in Sichtbetonwänden mit außenseitiger Wärmedämmung und Wellblech-Verkleidung errichtet. BRK-Haus und Technik sind konventionell gemauert. Garagen und Nebenräume erhielten Sichtbetonwände. Die Fenster wurden als Leichtmetallkonstruktionen eingebaut.
Alle Einzelgebäude haben gerichtete Satteldächer oder Pultdächer auf Stahlbinder-konstruktionen mit Wärmegedämmter Alu-Blech-Eindeckung.
Im Außenbereich ist der Fahrzeughalle ein befestigter Hof vorgelagert, der für den technischen Dienst und für Ein- und Ausfahrt herangezogen wird. Gebäudezu- und umfahrten führen zu dem nördlich – abgerückt von der Staatsstraße – angeordneten Übungshof, der bis zum Turm geführt wurde, um Anleiterübungen zu ermöglichen. Eine zweite Zufahrtsmöglichkeit für die Feuerwehr ergibt sich über das noch freie Gelände des zukünftigen Bauhofes.
Die funktionalen Zwänge standen für Zufahrt und Übungen im Vordergrund. Die Stellplätze für Privat-Kfz wurden naturnah mit Rasengittersteinen erstellt. Die Beplanzung erfolgte pflegeleicht mit heimischen Bäumen und Sträuchern und mit Hilfe der Kameraden, die auch für die Pflege der Gesamtanlage verantwortlich sind.
Der Baubeginn erfolgte im April 1997 und mit der offiziellen Einweihung am 02.Mai 1999 ging das Gerätehaus in Betrieb.
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Blick aufs Gerätehaus von der Neumarkterstraße aus. Rechts ist die Fahrzeughalle mit den sieben Stellplätzen gut zu erkennen. Das Oberlicht und die ganzflächig verglasten Sektionaltore (im Bild aber geöffnet) lassen genügend Tageslicht in die Halle |
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Links im Bild nochmals der Eingangsbereich mit der Neonbeschriftung Rechts im Bild die abgesetzte Waschhalle mit Durchfahrtsmöglichkeit, und dem angebauten BRK-Domizil |
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Die Ostseite der Fahrzeughalle ist komplett zu versetzen. Damit ist sichergestellt das bei einer zukünftigen Erweiterung immer eine gemeinsame Halle zur Verfügung steht. Die komplette Technik wurde bereits auf eine Erweiterung ausgelegt. Daneben die Werkstatt mit separaten Eingang. Blick von der nördlichen Seite auf den Schlauchturm und dem Verwaltungstrakt. |
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Links im Bild die
Werkstatt unserer Gerätewarte. Eine Absaugung wurde mit eingebaut.
Rechts die Funkwerkstatt. Es ist der einzige Raum in diesen Gebäude ohne Tageslicht, dafür wurde eine Abluftvorrichtung installiert. |
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Die Atemschutzwerkstatt ist mit nur 14qm
etwas zu klein ausgefallen, aber in den Raumprogrammempfehlungen der
Regierung stehen uns nur 12qm zu. Die Schlauchwerkstatt grenzt direkt an die Schlauchpflegeanlage an, ebenso das Schlauchlager. |
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Blick entlang der Spinde
und der Fahrzeuge in der Halle auf die versetzbare Ostwand. Damit ist bei
einer Erweiterung immer nur eine Fahrzeughalle vorhanden. Auf dem Podest ist der Eingang zum Technikraum zu sehen. Vorne im Bild die selbstentworfenen Ausrückanzeige, darunter Stiefelwaschanlage und Waschtisch. |
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Die Einsatzfahrzeuge sind durch
Robin-Energieboxen an Batterie-und Drucklufteinspeisung angebunden, sowie
an eine Plymovent-Absauganlage. An diesem Tableau, wird nach Rücksprache mit der auslösenden Stelle, die Ausrückeanzeige durch drücken eines Symbols (THL, Brand, Öl, Wasserrettung) aktiviert. Dann leuchten die bei diesem Einsatzfall vorgesehenen Einsatzfahrzeuge auf. Auch die Auffahrtrichtung auf die BAB A9 kann angegeben werden. |
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Als Schlauchpflegeanlage wurde eine Ziegler-VSV2-Anlage eingebaut. Sie läuft, bis auf einen Lagerbruch (Materialfehler), seit 5 Jahren problemlos. Mit dieser Anlage kann eine Stundenleistung von 40 Schläuchen erreicht werden. |
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Die Schlauchpflege wird aus einer 40
cbm fassenden Zisterne mit Regenwasser gespeist. Auch kann das Wasser zum
Abdrücken der Schläuche beliebig oft wieder verwendet werden. Blick in den Schlauchturm mit einem Fassungsvermögen von 286 Schläuchen. |
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Der Funktisch in der Einsatzzentrale wurde als freistehender Tisch von Kameraden geplant und im zweiwöchigen Arbeitsdienst gebaut. Kostenersparnis: 20.000 DM. Ebenfalls ist in der EZ die gesamte Elektrotechnik und ein Klappbett in Einbauschränken untergebracht. |
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Räumlichkeiten von links oben
beginnend:
Schulung, Verwaltung, Bereitschaft, Theke im Bereitschaftsraum, Küche, Treppenhaus, Kleiderkammer, Florian im Treppenhaus |
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Fazit der Feuerwehr: Ein rundum gelungenes Gerätehaus mit kurzen Wegen und einer sinnvollen Trennung von Schmutzbereich und Verwaltung. Die Einrichtung eines Arbeitskreises Gerätehausneubau und ein großes Mitspracherecht schon in der Planungsphase hat sich als sehr sinnvoll erwiesen.
Das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Allersberg wurde schon von vielen Feuerwehren aus Mittelfranken und der Oberpfalz besichtigt, die in den kommenden Jahren selbst ein neues Haus bauen wollen. Es werden sicher einige Ideen aus Allersberg in ihre Planungen mit einfliesen. Wer auf dieser Seite noch nicht genügend Eindrücke von unserem Gerätehaus hat gewinnen können, kann sich ja selbst einmal bei uns umschauen. Kontaktadressen finden sie auf unsere Homepage genügend, wir stehen Ihnen jederzeit zur Verfügung.
Ihre Freiwillige Feuerwehr Allersberg